DOTA als größten Anbieter im Busverkehr von Buenos Aires und Umgebung haben wir ja schon kennen gelernt, daneben gibt es aber auch mehrere kleinere Unternehmensgruppen.
Nuevos Rumbos kennen wir ja schon als Kooperationspartner von DOTA, selbst betreibt man nur zwei Linien, die 132 selbst und die 26 über die Tochter 17 de Agosto, die man 1997 übernommen hat.
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| Auf der 132 kommen viele von Marcopolo aufgebaute Busse zum Einsatz, Wagen 67, hier am Bahnhof Once basiert auf Volvo B250R, ein relativ seltenes Fabrikat in Buenos Aires. |
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| Eher schon üblich ist 17 de Agosto Wagen 238, ein OH1721L-SB/Italbus Tropea. |
Insgesamt 26 Linien mit 22 verschiedenen Tochtergesellschaften und Betriebshöfen betreibt La Nueva Metropol. Das Unternehmen wurde 1996 vom Unternehmer Eduardo Zbikoski gegründet, in Besitz dessen Familie es sich bis heute befindet. Stammlinie ist die 65, die meisten Linien von La Nueva Metropol befinden sich aber in den Vorstädten.
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| La Nueva Metropol gebührt definitiv der Preis für die langweiligste Lackierung der Region - ganz weiß. Auf der Stammlinie 65 ist Wagen 22, ein OH1718L mit Metalpar Iguazu-Aufbau unterwegs. |
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| Die 195 führt weit hinaus bis ins 60 km südöstlich gelegene La Plata, mit 750.000 Einwohnern zweitgrößte Stadt der Region und Hauptstadt der Provinz Buenos Aires. Zum Einsatz kommen dementsprechend auch Reisebusse wie Wagen 119, ein Mercedes-Benz mit Metalsur-Aufbau, der seinen stadtseitigen Endpunkt Retiro fast erreicht hat. |
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| Für die Stadtlinien verwendet auch La Nueva Metropol inzwischen das blaue Schürzenband. Wagen 492 der Tochter MODO, ein Marcopolo Torino war im März noch auf der 90 unterwegs, die inzwischen in der 151 aufgegangen ist. |
Ebenfalls der Familie Zbikoski gehört das Unternehmen La Central de Vicente López S. A., dass seit 2018 unter dem Namen Misión Buenos Aires auftritt (die Familie stammt aus der Provinz Misiónes) und das wir bereits anderweitig kennengelernt hatten. Das Unternehmen betreibt immerhin sechs Linien, wobei die 129 und 197 lange Vorortlinien sind, die bis nach La Plata führen.
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| Wagen 888 ist ein OH1721L-SB mit Italbus Tropea III-Aufbau in der grün/silbernen Mision-Lackierung. Unterwegs hier auf dem Metrobus del Bajo im modernen Geschäftsviertel am alten Hafen. |
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| Alternative Antriebe spielen in Buenos Aires noch eine untergeordnete Rolle, der Einstieg erfolgt erst mit der Umsetzung des TramBus-Netzes und der Einführung von Quartier-Minibuslinien. Versuchsträger gibt es aber auch, so Wagen 185 von Mision Buenos Aires auf der Linie 61, einem Scania K280UB CNG mit Marcopolo-Aufbau. |
Ebenfalls auf mehreren Linien, darunter tatsächlich auch der 45, unterwegs ist Micro Omnibues 45 S.A., deren Busse mit einer Ausnahme in einer dunkelgrün/weißen Farbgebung unterwegs sind.
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| Die Ausnahme sind die 29 Busse der Linie 119, so wie OH1721L-SB/Nuovobus Meneghi Nummer 712, hier an der Estacion Lacorze. |
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| Transportes 270 S.A. auf der 70 setzt dagegen grün/weiße Busse im Gruppendesign ein. OH162L-SB/Italbus Tropea III 119 ist auf dem Metrobus 9 de Julio unterwegs. |
Transportes Ideal San Justo betreibt die Linien 49, 86, 88, 96, 97 und 193, die im Raum Liniers zusammenkommen. Die Lackierung ist recht einfach gehalten und die Busse meist älteren Semesters.
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Stammlinie von Transportes Ideal San Justo ist die 96, Italbus Meneghi Nummer 7 treibt hier durchs Verkehrsgewühl von Liniers, einem wichtigen Verkehrsknoten im Westen der Hauptstadt. |
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| Jede Linie hat eine eigene Betreibergesellschaft, für die 88 ist es Línea Expreso Liniers S.A.. |
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| Typischer für Ideal San Justo sind alte MB/Metalpar-Busse, wie Wagen 95 der Tochter Transportes Sol de Mayo. Nur wenige Wochen nach dieser Aufnahme wurde der Bus arbeitslos, da die Linie von Juan B Justo SA übernommen wurde. |
Zum Schluss noch zwei Gruppen, die ihre Hauptaktivitäten in anderen Städten haben. Rosario Bus aus Rosario und ERSA aus Cordoba. Beide werden wir noch näher kennen lernen.
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| Neben der Stadtlinie 41 betreibt die Rosario-Bus-Tochter Azul SATA auch die wichtige Vorortlinie 203, auf der immerhin 223 Busse um Einsatz kommen, meist mit Metalpar oder Nuovobus-Aufbau wie Wagen 3822, der hier gerade an der Endstelle Ponte Saavedra direkt außerhalb der Stadtgrenze von Buenos Aires wendet. |
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| ERSA betreibt im Raum Buenos Aires sieben Linien, darunter hier die 184 nach Boulogne-sur-Mer (was gar nicht am Meer liegt sondern nach der gleichnamigen Stadt am Ärmelkanal benannt ist). Neben vielen Metalpar kommen auch einige Marcopolos zum Einsatz, Wagen 394 ist auf VW 18.280 EOT LE aufgebaut. |