Dienstag, 10. März 2026

Metropole zwischen Bergen

Die Stadt Santiago liegt in einem Hochtal zwischen den Anden und der Küstenkordilliere, so dass man in jede Richtung Berge sieht. Sie erstreckt sich um die lange Alameda als zentrale Ost-West-Achse. Im Westen liegen der Hauptbahnhof (Estacion Central) und mehrere größere Fernbusbahnhöfe (dazu kommen wir noch...), östlich der Innenstadt beginnen relativ bald die ersten Ausläufer der Anden mit den Hügeln Cerro Santa Lucia (wo die Spanier die Stadt gründeten) und dem bewaldeten Cerro San Cristobal (s.o.). Dort liegen auch die Ausgehviertel Bellavista und Providencia mit dem Costanera-Tower, dem höchsten Gebäude Südamerikas. Gegenüber Buenos Aires ist die Stadt wesentlich geordneter und weniger chaotisch, letztlich in ihrer Gesamtheit auch deutlich wohlhabender. 

Mit den ab 2019 erfolgten Vergaben wurden die Konzessionen in Unidades des Servicios (US) umbenannt,  davon waren wie gesagt sechs (US 1-6) im März 2025 schon vergeben, fünf weitere folgten im Jahresverlauf 2025 (US 14-18) und die letzten drei (20-22) sollen später aufgenommen werden. Die Busse wurden für die Betriebsaufnahmen nur teilweise neu beschafft, die meisten dagegen von den jeweiligen Altbetreibern übernommen (und nicht immer umgezeichnet oder umnummeriert). Nur ein Teil der Betreiber nutzt Wagennummern, die anderen nur das sechsstellige alphanummerische Kennzeichen, das ohnehin an allen Bussen groß angeschrieben ist.

Die US 1 (27 Linien/362 Busse) und 2 (25 Linien/378 Busse) sicherte sich die argentinische Nueva Metropol-Gruppe, die wir ja schon aus Buenos Aires kennen. Dafür gründete man die Gesellschaften Buses Alfa (US1) und Buses Omega (US2). Beide übernahmen etliche MB O500U/Caio Mondego H Viertürer aus der "gelben" UN7. Wagen 2011 von Buses Alfa steht hier an der Metrostation Vespucio Norte auf dem Pausenplatz. 

Zur Betriebsaufnahme 2023 beschaffte Metropol 58 Volvo B8RLE/Caio Mondego II in 10,5-m-Ausführung. 2017 von Buses Alfa erreicht hier gleich ebenfalls die Metrostatioon Vespucio Norte.

Den Marcopolo Torino LE gibt es bei Metropol sowohl auf Scania- wie auch Mercedes-Benz-Chassis. Buses Omega 6054 ist einer der letzteren, gebaut 2019 auf O500U.

Gelenkbusse setzt nur Buses Alfa ein, 4021 ist ebenfalls ein MB O500UA/Marcopolo Torino LE von 2019, unterwegs in Providencia.

Die 45 2023 gelieferten Volvo B8RLEA baute dagegen einmal mehr Caio auf. 


Bei den E-Bussen setzt Metropol dagegen weitgehend auf den Foton U12SC. Buses Omega 7173 von 2023 an der Metrostation Bellavista de la Florida.

Die US 3 (22 Linien/365 Busse) und 5 (30 Linie/510 Busse) sicherte sich das Unternehmen Santiago Transporte Urbano (STU), das vorher als STP Santiago aufgetreten war, dessen Anschriften etliche Busse noch trugen. STU/STP nutzt keine Wagennummern und so ist Scania K280UB/Caio Mondego II nur nach seinem Kennzeichen PG TV 10 zu unterscheiden, er befährt hier die Alameda.

Die gleiche Kombination gibt es auch als Gelenkbus, nur auf K320UA, wovon 2020 50 Stück beschafft wurden, die heute auf der US5 laufen.

Die MB 0500UA/Marcopolo Torino LE stammen dagegen aus der Konzession UN7, wie PF VL 50 in Providencia.

Die Elektrobusse bei STU/STP sind einmal mehr Fotos U12SC wie PF YS 34 auf der Alameda.

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