Heute weniger Bus- stattdessen mehr Reisebilder, wenn auch auf einer der sicher eindrücklichsten Busfahrten, die ich je unternommen habe. CATA Internacional Wagen 1049, ein Mercedes-Benz O 500 RSD mit Marcopolo Paradiso 1800-Aufbau der 7. Generation (G7) brachte mich von Mendoza über den 3.200 m hohen Libertadores-Pass in den Anden nach Chile. Natürlich habe ich mir online den Panoramico-Sitz in der ersten Reihe des Oberdecks gesichert, so dass bei strahlend blauem Himmel viele schöne Bilder entstanden. Neben CATA fährt auch Andesmar diese Strecke, daneben gibt es auch diverse Verbindungen in andere argentinische Städte, die nicht über Mendoza führen. Endpunkt auf chilenischer Seite ist die Metropole Santiago de Chile.
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| Die majestätische Kulisse der ersten Andenkette begrüßt uns schon direkt außerhalb von Mendoza, wo die Fahrt zunächst durch die flache Cuyo-Ebene inmitten der Weinfelder führt... |
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| ... bevor die Nationalstraße 7 die erste Steigung zum Stausee Embalse Potrerillos, der für die Wasserversorgung Mendozas unerlässlich ist, in Angriff nimmt. |
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| Nach Potrerillos wird das Tal des Rio Mendoza, der uns bis zum Grenztunnel begleitet, immer enger. Begleitet werden wir auf der gesamten Strecke von der 1910 eröffneten und 1984 stillgelegten Trans-Anden-Bahnlinie, deren Gleise größtenteils noch liegen. |
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| Nach rund 120 km bzw. zwei Stunden Fahrzeit ist auf 2.000 m Seehöhe der Talkessel von Uspallata erreicht, dem größten Ort an der sehr dünn besiedelten Stecke. |
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| Hinter Uspallata wird die Landschaft grandios, das Grün verschwindet weitgehend, stattdessen gibt es ein breites Tal mit unglaublichen Höhendifferenzen.... |
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| ... und trotz der dünnen Besiedlung einem Regionalbusverkehr in Gestalt der Andesmar-Liniengruppe 400, auf der uns Saldivia Aries Nummer 23 entgegen kommt. |
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| Die wenigen Siedlungen befinden sich in geschützten Lagen, so wie Polvederas auf 2.400 m.ü.M. |
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| Mehrfach überquert die RN 7 den reißenden Rio Mendoza, der sich vor allem aus der Schneeschmelze bzw. aus Gletscherwasser speist. |
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| Treffen mit dem Andesmar-Gegenbus, einem Comil Invictus. |
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| Kurz hinter Puente del Inca, einer Naturbrücke über den Rio Mendoza, wird der finale Anstieg zum Scheiteltunnel erreicht, die Bahn musste hier die Zahnstange zu Hilfe nehmen. Hier lässt sich für wenige Momente auch ein Blick auf den Aconcagua erhaschen. |
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| Las Cuevas ist der letzte Ort in Argentinien. Bis zur Eröffnung des 3 km langen Cristo-Redentor-Schiteltunnels 1980 ging es von hier über 65 Kehren noch 600 m höher über den gleichnamigen Pass. |
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| Nach wenigen Minuten ist der Tunnel durchfahren und es heißt Bienvenido a Chile... Ab hier führt dann die Ruta 60 talwärts. |
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| Fast unwirklich wirkt der riesige Grenzkomplex der Chilenen auf 3.000 Meter Seehöhe. Davor stauen sich die LKW, für die dies die wichtigste Verbindung zwischen beiden Ländern ist. |
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| Für die Buspassagiere heißt das: Aussteigen - Gepäck mitnehmen und durch Argentinische Ausreise, Zoll und Chilenische Einreise. Dauer insgesamt eine Stunde. Dafür gibt es ein modernes Terminal, in dem unser 1049 gerade steht und auf die abgefertigten Fahrgäste wartet. |
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| Kurz nach der Grenzstation überquert uns wieder die Eisenbahntrasse.... |
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| .... bevor es richtig steil wird: Während der Anstieg in Argentinien über 200 km erfolgt, muss in Chile in nur 60 km das rund 2.500 m tiefer gelegene Los Andes erreicht werden... |
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| ... allein in den 29 Haarnadelkurven der Cuesta Caracoles werden auf 10 km Straßenlänge über 800 Höhenmeter bezwungen. |
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| Danach wird die Landschaft am Rio Juncal wieder grüner. |
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| Über Los Andes erreicht unser Bus schließlich die Region Metropolitano, die chilenische Hauptstadtregion. Auch diese immerhin noch auf über 500 m Seehöhe gelegen. |
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