Sonntag, 2. April 2023

Ins Silicon Valley...

Die Bay Area ist weltweites Zentrum der Tech- und IT-Industrie. Apple, Google, Amazon, Facebook - alle diese und viele andere haben sie ihren Sitz entweder im südlich an San Francisco angrenzenden San Mateo County oder im noch weiter südlichen Santa Clara County. Beide Counities sind deshalb auch besser als Silicon Valley bekannt. Epizentrum des ganzen ist die Stanford University im Palo Alto, eine der Eliteuniversitäten der Ivy League, benannt nach ihrem Gründer Leland Stanford, ex Gouverneur und Mitbegründer der transkontinentalen Central Pacific Railroad. 

Im San Mateo County ist SamTrans für den ÖPNV zuständig. Der Verkehrsbetrieb wurde 1976 geründet und betreibt heuite mit ca. 310 Bussen 76 Linien, viele davon allerdings nur an Schultagen. Einige der Linien führen bis San Francisco, andere dienen als Zubringer zu den regionalen SPNV-Systemen BART und CalTrain. 

Bei SamTrans kommt ein Großteil des Fuhrparks einmal mehr von Gillig. Wagen 509 ist ein 35-Fuß-BRT.

Die meisten Busse gehören der 40-Fuß (12m)-Klasse an, so wie Wagen 644 an der BART-Station in Daly City nahe des Flughafens von San Francisco. Die Linie ECR durchmisst das ganze County bis nach Palo Alto.

Auch einige Hybrid-Gilligs sind im Bestand, wie 719 in Palo Alto.

Die SamTrans-Gelenkbusse kommen von New Flyer, insgesamt 54 XD60 wurden 2019 geliefert. 849 hat sein Ziel in San Francisco Downtown fast erreicht.

Mit den Gelenkbussen wurde ein neues Farbschema mit silbergrauer Basis eingeführt, in das auch einige Gilligs inzwischen umlackiert sind, so wie Wagen 918 in Palo Alto.

Der Verkehrsbetrieb des Santa Clara County, das die Bay Area nach Süden abschließt, heißt Santa Clara Valley Transportation Authority (VTA). Das System ist sehr viel umfangreicher als das im San Mateo County, zumal mit San Jose hier auch eine wirkliche Großstadt mit fast einer Million Einwohnern vorhanden ist. Neben den rund 60 Buslinien gibt es auch ein 1987 in Betrieb genommenes Stadtbahnsystem mit drei Linien. 

Auch VTA setzt auf Produkte aus dem Hause Gillig. Die älteren tragen noch diese Lackierung, wie Wagen 0137 aus dem Jahr 2010. Aufgenommen an der Diridon Station, dem Hauptbahnhof von San Jose.

Auf der Linie 60, die den Flughafen von San Jose erschließt, sind Gillig Low Floor HEV in einer speziellen Lackierung unterwegs. 0195 steht an der BART-Station Milpitas.

Für weniger belastete Linien hält VTA 38 kurze Gillig BRT HEV vor, 4135 ebenfalls in Milpitas.

Das neueste Design von Gillig heißt Low Floor Plus (obwohl sich darunter wieder einmal im Prinzip derselbe Bus befindet). 2017/18 beschaffte VTA 56 Stück davon in Hybridversion, so wie 7405, der auf der Santa Clara Street in Downtown San Jose unterwegs ist.

Gelenkbusse - diesmal wieder New Flyer XDE60 - verkehren u.a. auf der Nord-Süd-Linie 22. Wagen 8309 verlässt gerade die Endstelle am Bahnhof von Palo Alto.  

Die 22 wird verstärkt durch die Expresslinie 522. Auch auf dieser kommen New Flyer XDE60 zum Einsatz, allerdings in einer speziellen Lackierung. 4326 in Downtown San Jose.

Die Stadbahnlinien werden mit 100 sechsachsigen Triebwagen bedient, die 2001-2004 von Kinki Sharyo gebaut wurden. 991 in Downtown San Jose.

Wie viele US-Hochschulen hat auch die Stanford University einen eigenen Campus-Busbetrieb unter dem Namen Stanford Marguarite . Zum Einsatz kommen BYD K9S wie 3418 am Bahnhof Palo Alto.

CalTrain bedient das gesamte Silicon Valley von San Francisco bis San Jose. Für eine Commuter Railroad wird ein guter Fahrplan geboten, ganztägig fahren mindestens zwei Züge je Richtung, zu den Pendlerzeiten entsprechend mehr. Wie man sieht wird die Strecke gerade elektrifiziert, ab 2024 übernehmen moderne Stadler-Doppelstockzüge den Verkehr. Einstweilen kann man aber noch typisches US-Commuter-Flair erleben, denn zum Einsatz kommen noch EMD F40PH mit Gallery Cars (Fahrzeuge mit nur einem Mittelgang und Sitzen auf zwei Ebenen).  

In San Francisco warten vier F40PH mit ihren Zügen auf ihren HVZ-Einsatz.

Samstag, 1. April 2023

Golden Gate - die Brücke mit Busbetrieb

Die Golden Gate Bridge ist zweifelsohne DAS Symbol für Kalifornien. 2,7 km lang überspannt sie seit 1937 den Eingang zur San Francisco Bay, eben das Golden Gate, und verbindet so San Francisco mit seinem nördlichen Nachbar Marin County. Jährlich nutzen über 40 Millionen Fahrzeuge die mautpflichtige Brücke. Die Brücke gehört und wird betrieben von einem Zweckverband, dem Golden Gate Bridge, Highway and Transportation District.  

Weniger bekannt ist, dass dieser auch einen Busbetrieb sein eigen nennt, der unter dem Namen Golden Gate Transit (GGT) operiert. GGT nahm 1972 seinen Betrieb auf, nachdem bereits im Jahr zuvor eine Fährverbindung eingerichtet worden war. Heute verbinden sieben Linien die Counties Marin und Sonoma über die Brücke mit San Francisco, eine weitere verkehrt zwischen dem Marin County und der East Bay Area. Vier Linien sind reine Commuter-Verbindungen in der Verkehrsspitze, auf den anderen herrscht etwa ein Stundentakt. Interessanterweise wird der Betrieb der Busse und Fähren ausschließlich durch Einnahmen aus der Brückenmaut finanziert. 

GGT setzt insgesamt 80 dieser MCI D4500CT aus den Jahren 2010 bis 2015 ein. Wagen 959 ist hier am San Rafael Transit Center, dem zentralen Netzknoten im Marin County zu sehen. 

Sein Ziel in der Downtown von San Francisco hat MCI 976 auf der Commuter-Linie 154 erreicht.

Neben den MCI besitzt GGT 67 Gillig Low Floor Hybridbusse, die 2018/19 geliefert wurden. Wagen 1912 ist auf der zweieinhalbstündigen Fahrt auf der langen Hauptlinie 101 nach Santa Rosa im Sonoma County in San Rafael angekommen. Die Liniennummer bezieht sich auf den berühmten Highway 101, auf dem die Linie verkehrt.

In die Gegenrichtung ist Wagen 1942 unterwegs. Die GGT-Gilligs sind in der Überlandausführung mit nur einer Tür konfiguriert.

Das Marin County besitzt neben GGT noch einen eigenen Verkehrsbetrieb unter dem Namen Marin Transit. Gegründet 1964 betreibt man heute rund 20 Linien vor allem im Gebiet um San Rafael, Novato und Sausalito. Zentraler Netzkonoten und Verbindung zum GGT-Netz und zur relativ neuen Bahnverbindung SMART ist das San Rafael Transit Center.

Auch Marin Transit kauft etliche seiner Busse bei Gillig, die in der Bay Area produziert werden. Allerdings bevorzugt man hier das BRT-Modell, das bis auf die Front mehr oder weniger identisch mit dem Low Floor ist. 1708 verlässt San Rafael Richtung Novato.

Die ersten Elektrobusse für Marin Transit waren 2018 zwei BYD K9S, hier Wagen 1801.

Aus dem Jahr 2010 kommt Wagen 3302, einer von sieben New Flyer DE35LF Hybridbussen noch mit der alten Frontgestaltung.

Auf Nebenlinien werden in Nordamerika gerne Busse auf Lieferwagenchassis, sogenannte Cutaways, eingesetzt. Auch Marin Transit ist da keine Ausnahme, Wagen 2080 ist ein ElDorado National Aerotech auf Basis des Ford F450.

Bus nach Inverness - nicht in Schottland, sondern an der dünn besiedelten Pazifikküste des Marin Countys. Für die als Marin Stagecoach bezeichneten Linien in diese Gegend werden ElDorado XHF 35 wie Wagen 1861 eingesetzt.

Wagen 1503 ist ein kurzer Gillig BRT HEV der 30-Fuß-(9,5m)Klasse.

Seit 2017 gibt es unter dem Namen SMART (Sonoma Marin Area Rail Transit) eine Zugverbindung parallel zur GGT-Linie 101 zwischen dem Fährhafen Larkspur und Santa Rosa. Zug 115 erreicht San Rafael.

Freitag, 31. März 2023

MUNI modern

Seit 1999 ist MUNI eine Abteilung der San Francisco Municipal Transportation Agency (SFMTA), die für alle Verkehrsträger in der Stadt verantwortlich ist. Das moderne Gesicht zeigt sich in einem Netz von rund 80 Linien, auf denen rund 1.200 Fahrzeuge unterwegs sind. Alle Linien haben neben ihrer Nummer (bzw. Buchstaben bei der Stadtbahn) auch einen Namen, meist der der haupsächlich befahrenen Straße(n). Dieser wird neben dem Fahrziel am Fahrzeug auch immer angezeigt. Auf den wichtigsten Korridoren verkehrt neben der Stammlinie auch eine beschleunigte Linie, sog. Rapid. Zusätzlich gibt es noch Expresslinien. 

Für die hügelige Topografie sind Obusse natürlich ideal, und daher hat San Francisco nach Athen auch das zweitgröße Obusnetz der Welt. Die erste Linie wurde 1935 noch von der Market Street Railway eröffnet, heute verkehren insgesamt 14 Linien. Zum Einsatz kommen 185 Solo- und 93 Gelenkobusse des Typs New Flyer XT40 bzw. XT60. Da alle Busse auch über Traktionsbatterien verfügen, wurden auf einigen Abschnitten inzwischen die Fahrleitungen entfernt. 

An der Kreuzung Church & Market kreuzt die Linie 22 Filmore gemeinsam mit der Stadtbahnlinie J die Gleise der Linie F. Die Fahrleitungskreuzung passiert gerade New Flyer XT40 Nummer 5702.

Die Linie 1 California bedient die California Street, die den Cablecar mitten in Chinatown kreuzt. Im Hintergrund eine typische Steigung, die die Obusse meistern müssen. 

Die Linie 5R Fulton Rapid ist die eizige mit Obussen bediente Rapid-Linie. New Flyer XT60 7279 ist hier auf der Market Street stadtauswärts unterwegs. Man beachte die beiden Fahrleitungspaare für jede Richtung.

Am äußeren Ende der Fulton Street hat 7283 gerade die Endstelle Ocean Beach verlassen. Der äußere Abschnitt der Fulton Street wird nur von der 5R bedient, die dafür im inneren Bereich beschleunigt verkehrt.

Der konvetionelle Busfuhrpark von MUNI ist leider nicht sonderlich vielseitig, obwohl seit meinem Besuch batterieelektrische Busse mehrerer Hersteller beschafft wurden. Ansonsten sind aber auch hier so gut wie nur Busse von New Flyer unterwegs, sämtlichst in Hybridversion.
 
Von 2013 bis 2019 nahm Muni 370 New Flyer XDE40 in Betrieb, due heute das Rückgrat der Busflotte bilden. Wagen 8941 aus der letzten Serie ist hier am West Portal auf der Linie L Taraval unterwegs, die seit eingen Jahren im Schienersatzverkehr bedient wird.

Im riesigen Golden Gate Park gibt es tatsächlich zwei original holländische Windmühlen. Vor der einen ist der XDE40 mit der Nummer 8745 unterwegs.

Due gute Nutzung des ÖPNV spiegelt der hohe Anteil an Gelenkbussen wieder. Vom New Flyer XDE60 gibt es rund 270 Stück der Baujahre 2015 - 2018. 6553 ist hier am Civic Center auf der Market Street untwegs.

Die Linie 49 Van Ness ist eine der wichtigsten im MUNI-Netz. Zur Beschleunigung wurden auf der gesamten Länge der Van Ness Street mittige Busspuren eingerichtet. Auch hier fahren natürlich XDE60 wie Wagen 6719.
Nur die 30-Fuß-Busse kommen nicht von New Flyer (weil die keine haben...), sondern von BIA Orion. 2007 wurden 30 Orion 07.503 Hybrid geliefert, 8508 ist hier in Castro unterwegs. 

Das Stadtbahnnetz von Muni wird unter dem Namen MUNI Metro vermarktet. Es besteht aus aktuell sechs Linien, wobei die L mit Bussen bedient wird. Ende 2022 wurde die neue Central Subway eröffnet, seitdem fahren nicht mehr alle Linien durch den Market Street Tunnel. Die Strecken sind sehr unterschiedlich ausgebaut, teils mit Hochbahnsteigen und eigenem Gleiskörper, teils aber nur mit einfachsten Haltestellen im Straßenraum. Zum Einsatz kommen zwei Fahrzeuggenerationen, die von 1994 bis 2003 gelieferten Breda-Züge und die seit 2016 abgelieferten Siemens-Wagen. 

Auf der Linie J Church kommen Einzelwagen zum Einsatz, wie hier Breda-Zug 1464. Die älteren Breda-Wagen sind noch mit Rollbändern ausgestattet.

Auf der Linie N Judah ist Breda-Zug 1503 gerade an der Endstell Ocean Beach abgefahren. Die Haltestelle liegt direkt am Pazifikstrand - baden ist aber nicht, das Wasser kommt aus Alaska und ist saukalt!

Zweifelsohne der schönste Abschnitt ist die Steilstrecke der J Church im Bereich des Mission Dolores Park. Hier eröffnet sich hinter Siemens-Zug 2021 ein wunderbarer Blick auf die Innenstadt


Das Ende des Market Street Tunnels liegt passenderweise in West Portal. Da diese Gegend erst nach den Tunnelbau erschlossen wurde, hat sich der Name hierfür eingebürgert. Siemens-Zug 2039 verlässt die gleichnamige Station.




Donnerstag, 30. März 2023

California here I come!

Im letzten Jahr, im April 2022, führten mich meine Wege für gut zwei Wochen in den Golden State an der amerikanischen Westküste - nach Kalifornien. Mit 40 Millionen Einwohnern ist es der bevölkerungsreichste US-Staat, flächenmäßig immerhin noch der drittgrößte. Seine Ausdehnung von 1.200 x 400 km birgt sehr unterschiedliche Naturräume, von den 4.000ern der Sierra Nevada zu den Wüsten des Südens, den Redwood-Wäldern im Norden und einer langen Küstenlinie am Pazifik. Dazwischen liegt das Central Valley, nach wie vor der Obst- und Gemüsegarten der USA.

Erster Besuchspunkt war San Francisco. Die Stadt ist Mttelpunkt der Bay Area, das zweitgrößten Ballungsraums Kaliforniens mit rund 7 Millionen Einwohnern. In der Stadt selbst leben allerdings nur etwa 10% davon, da sie aber flächenmäßig nicht besonders groß ist, ist die Besiedlung ziemlich dicht. Gleichzeitig ist das Gelände sehr hügelig, was aber die Stadtplaner nicht davon abgehalten hat, die Straßen im landestypischen Blockraster anzulegen. Daraus resultieren teils extreme Steigungen. Beides führt dazu, dass der ÖPNV in San Francisco (wie auch im Rest der Bay Area) für amerikanische Verhältnisse gut ausgebaut ist und rege genutzt wird. Neben der regionalen BART-Metro wird das Netz innerhalb der Stadtgrenzen fast ausschließlich von der San Francisco Municipal Railway - kurz MUNI - betrieben. MUNI wurde 1912 gergündet, nachdem das verheerdende Erdbeben von 1906 die Stadt weitgehend zerstört hatte. 1944 übernahm man die Market Street Railway, die bis dahin alle privaten Straßenbahnbetreiber aufgekauft hatte. 

Das ÖPNV-Netz zeichnet sich durch eine große Vielfalt an Verkehrsmitteln aus, MUNI betreibt ein Stadtbahnsystem, eine Nostalgie-Straßenbahn, ein großes Obusnetz und etliche konventionelle Buslinien. Und natürlich das Wahrzeichen der Stadt schlechthin, die Cable Cars. Auch wenn diese heute hauptsächlich für Touristen auf nur noch drei Linien unterwegs sind, ist eine Mitfahrt insbesondere auf den Trittbrettern ein einmaliges Erlebnis. 

Die Powell-Mason und Powell-Hyde-Linien werden mit Einrichtungswagen bedient, die über Drehscheiben per Muskelkraft gewendet werden. Wagen 10 vom Baujahr 1893 (!) erklimmt auf der Powell Street gerade die nächste der vielen Steigungen.

Die meisten Wagen dieser beiden Linien tragen historische Lackierungen, wie auch Wagen 11, der in den Farben der Market Street Railway unterwegs ist. Auch Wagen 11 ist ein Originalfahrzeug von 1893.

Am Endpunkt der Powell-Hyde-Linie am Fishermans Wharf steht Wagen 15, ein Neubau aus dem Jahr 2009. Ursprünglich trug jede Linie eine eigene Lackierung, die Farbe der Powell-Hyde-Linie war gelb.

Auch nachts lassen sich die Cablecars schön ablichten, Wagen 26 vom Baujahr 1890 an der Endstelle Powell & Market. Er trägt die MUNI-Lackierung der Nachkreigszeit.

Die California Street Linie (Cal Cable) nutzt dagegen Zweirichtungswagen, die alle eine braun/blaue Lakierung tragen, so wie hier der 1996 gebaute Wagen 52.

Nicht minder interessant ist die Nostalgiestraßenbahn-Linie F (die Straßenbahnlinien werden traditionell mit Buchstaben bezeichnet). Sie war ursprünglich 1983 als Ersatzattraktion während einer Grundsanierung der Cablecars eingeführt worden, erfreute sich aber einer so großen Beliebtheit, dass MUNI sie dauerhaft beibehielt. Zum Einsatz kommen hauptsächlich Standardfahrzeuge des PCC-Typs aus den 30er und 40er Jahren, die in den Lackierungen verschiedener amerikanischer Städte unterwegs sind (alle Fahrzeuge unter www.streetcar.org). Für spezielle Anlässe stehen auch Fahrzeuge u.a aus Hamburg, Mailand, Melbourne oder Blackpool zur Verfügung. Die Strecke führt entlang der zentralen Verkehrsachse der Stadt, der - inzwischen teilweise autofreien - Market Street. Hier lagen ursprünglich sogar vier Gleise, zwei davon wurden Anfang der 80er Jahre jedoch in einen Tunnel verlegt. Im Jahr 2000 verlängerte man die Linie F bis zum Touri-Hotspot Fishermans Wharf. 

PCC 1080 präsentiert sich in den Farben der Los Angeles Transit Lines aus der Nachkriegszeit auf der zentralen Market Street. Er gehört dem breiteren PCC-Typ an und wurde 1946 an die Twin Cities Rapid Transit Co. in Minnesota abgeliefert.

Cheese! Die Lackierung der PCC der Philadelphia Rapid Transit Company wurde beeinflusst von der Verpackung des Frischkäses, der den Namen der Stadt trägt. Wagen 1060 stammt auch von dort, er wurde 1947 an die PTC mit der Nummer 2715 abgeliefert.

Wagen 1058 kommt zwar auch aus Phladelphia, trägt aber die Farben der Chicago Transit Authority. Abgelichtet an der Kreuzung Church & Market.

Eine sehr auffällige Lackierung trugen die Bahnen der Cincinnati Street Railway Co., in deren Farben Wagen 1057 durch San Francisco fährt. Er wartet hier an der Endstelle Castro.

Zum Schluss noch ein Original-MUNI-Fahrzeug. 1008 ist kein PCC, auch wenn er fast so aussieht. MUNI wollte nämlich Zweirichtungswagen haben und ließ sich solche unter Verwendung von PCC-Teilen bauen. Die 1948 abgelieferten Fahrzeuge erhielten den Spitznamen Torpedo. Aufgenommen in der Blockschleife am Fishermans Wharf.