Samstag, 4. April 2020

Hakone: Schwefelquellen und Fuji

Von Odawara ging es in die Hakone-Region. Hakone ist ein durchaus noch aktives Vulkangebiet im Westen der Präfektur Kanagawa, bekannt für seine schönen Berglandschaften, heißen Quellen und den Ausblicken auf den Fuji. Deshalb ein absoluter Touristenmagnet, aber ein wirklich lohnenswerter.  Das Gefühl, mit der Hakone Seilbahn über den Kater des Vulkans Owakudani zu schweben, während unter einem die Schwefelquellen dampfen ist einfach einmalig. Erschlossen wird das Gebiet von der zu Odakyu gehörenden Hakone Tozan Railway, die mithilfe von drei Spitzkehren bis zur Station Gora fährt. Auch hier ist man sehr stolz auf die Partnerschaft mit der Rhätschen Bahn in der Schweiz, ein Gutteil der Züge trägt deshalb auch RhB-Lackierung, einer sogar die des Glacier Expresses. Ich war unterwegs im leider inzwischen ausgemusterten Altbautriebwagen 108.

Hakone Tozan Bus betreibt daneben ein sehr dichtes Busnetz, vor allem mit Mitsubishi AeroStars. Highlight ist sicherlich die Busdrehscheibe am Bahnhof Gora, für das Wenden ist der Bahnofsplatz einfach zu eng.

Altbautriebwagen Hakone Tozan Tetsudo 108 in der Spitzkehren-Station Ohiradai.

Kennse den? Glacier-Express-Lack bei Tw 2006 von Hakone Tozan

B123 trägt noch die alte blau/beige Lackierung und erreicht hier gerade die Endstelle Motohakone-ko. Der Herr im roten Anorak ist ein Einweiser des Busunternehmens, davon stehen dort (und auch anderswo) etliche herum, um die ankommenden Busse einzuweisen und den Verkehr zu regeln. Überhaupt kann man sagen, dass die Personalausstattung im Japanischen ÖPNV sehr üppig ist - trotzdem bekommen die wenigsten Betreiber staatliche Unterstützung.

In Gora, an der Endstation der Bahn gibt es eine Bus-Drehscheibe (ähnlich der früher in Solingen-Burg). Wagen B202 trägt eine Sonderlakcierung "Skylight", die auf ein verglastes Dach hinweist. 

In Odawara präsentiert sich B204, ein Mitsubishi AeroMidi (den Typ hatten wir noch nicht) 


Und zuletzt noch ein neuerer AeroStar, Wagen B238 an der Endstelle Hakonemachi-ko. 
In Konkurrenz zu Hakone Tozan Bus steht das Netz der zu Seibu gehörenden Izuhakone Bus (auch hier gibt es eine passende Bahn dazu, die verkehrt jedoch weiter südlich). Die Busse hier sind weiß mit blau/rot/grünen Streifen. Der Fuhrpark ist deutlich älter als der von Hakone Tozan. 

Izuhakone Wagen 2426, hier in Odawara ist ein Isuzu Cubic, der Vorgänger des Erga mit einer vom Renault PR100 entlehnten Frontpartie. Diese Busse sind inzwischen sehr selten.

Wagen 2463, auch in Odawara ist ein Nissan SpaceRunner mit Karosserie von Fuji Heavy Industries, hierzulande besser bekannt als Subaru.

Wagen 2744 stammt aus denselben Werken, ist aber die Midiversion. Aufgenommen beim Vulkankrater Owakudani (über den man mit der Seilbahn schwebt während unter einem die Schwefelquellen dampfen...), Im Hintergrund leider wie so oft in Wolken der Fuji.

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