Nach meinem Besuch in Hakone stand dann meine erste Fahrt auf dem
Tokaido Shinkansen an. Diese Hochgeschwindigkeitsstrecke war die erste
der Welt, seit 1964 verbindet sie die Ballungsräume Tokyo (Kanto),
Nagoya und Osaka/Kyoto/Kobe (Kansai) und damit die drei
bevölkerungsreichsten Gebiete des Landes. Die Frequenz der Züge ist
beeindruckend, es herrscht quasi U-Bahn-Takt auf einer 500 km langen
Strecke, Züge fahren alle fünf Minuten oder sogar öfter. Allerdings gibt
es drei unterschiedlich schnelle Zugarten, die an den Bahnhöfen vom
jeweils schnelleren überholt werden. Die ganze Strecke ist fast
durchgehend besiedelt, Japan hat nämlich das Problem, dass die 120
Millionen Einwohner nur rund 25% des Landes nutzen können, der Rest sind
Berge. Und so streckt sich das mehr oder weniger ununterbrochene schmale
Siedlungsband am Pazifik von nordöstlich von Tokyo bis hinter Hiroshima,
mehr als 1.000 km lang. Die absolut beeindruckendste Passage ist die
entlang des Fuji, der vom Zug aus mehrere Minuten lang gut sichtbar ist.
Glücklicherweise hatte er mittlerweile sein Wolkenkleid abgelegt und
stand majestätisch in der Nachmittagssonne... wahrlich ein Heiliger Berg!
Ziel meiner Fahrt war die alte Kaiserstadt Kyoto, auf dem Weg dahin wollte ich eigentlich in Shizuoka Station machen, allerdings war ich in Odawara in den falschen Shinkansen gestiegten, erster Halt war erst wieder Nagoya. Okay - bevor das Licht ganz weg war, nutzte ich die Gelegenheit um dort noch ein paar Bilder zu machen. Nagoya liegt in der Region Chubu, Präfektur Aichi und ist mit rund 2,3 Mio. Einwohnern Japans viertgrößte Stadt. U.a. ist es Zentrum der japanischen Autoindustrie, v.a. Toyota ist hier ansässig. Den ÖPNV bedient der Städtische Verkehrsbetrieb mit sieben U-Bahnen und etlichen Buslinien sowie JR Central und die Privatbahn Meitetsu auf Schiene und Straße. Mir sind leider nur städtische Busse vor die Linse gekommen, bevor es dann dunkel wurde und der Zug nach Kyoto rief.
Die Städtischen Busse sind blau/beige in einer etwas antiquiert anmutenden Anwendung lackiert. Schnellbusse tragen eine beige Lackierung mit roten Streifen.
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| Nagoya City Bus NF-57 ist ein Misubishi AeroStar |
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| NKH-26, ein Isuzu Erga, trägt die Schnellbuslackierung |
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| NMS-80 ist ein Erga Mio |
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| NN-32 ist ein NSK B-96II |
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| NS-91 ist ein normaler Erga in Standardlackierung |
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| Und schließlich brachte mich ein solcher Tokaido Shinkansen vom Typ N700 (hier Triebzug X7 von JR Central) nach Kyoto |






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